Vom OP-Saal aufs Siegespodest

OP-Pflegerin Debby Schöpe aus dem Johanniter Krankenhaus Oberhausen feiert nationale und internationale Erfolge im Kraftdreikampf

Pressemitteilung: Im OP-Bereich des Johanniter Krankenhauses Oberhausen sind Konzentration, Teamarbeit und ruhige Abläufe entscheidend. Deborah-Sue Schöpe, kurz Debby Schöpe, braucht diese Eigenschaften nicht nur im Beruf, sondern auch auf der Wettkampfbühne. Die 29-Jährige arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin im OP-Bereich der Urologie und ist in ihrer Freizeit Kraftdreikämpferin. Im Sommer 2026 hat sie sportlich gleich mehrfach auf sich aufmerksam gemacht: Bei der Deutschen Meisterschaft im Kraftdreikampf Classic Aktive in Köln, vom 24. bis 26. Juli, holte sie ihren zweiten Deutschen Meistertitel. In der Gewichtsklasse bis 47 Kilogramm erzielte sie persönliche Bestleistungen und stellte mehrere deutsche Rekorde auf, unter anderem in der Kniebeuge, im Bankdrücken und im Kreuzheben. Die Meisterschaft in Köln ist die offizielle nationale Meisterschaft im Powerlifting. Ausgerichtet wird sie im Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V., dem vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannten Fachverband. Einige Tage später, am 5. August, startete sie bei der Europameisterschaft im Bankdrücken in Litauen.  In der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm erreicht sie mit 92,5 Kilogramm Platz drei und gewann Bronze.

Sport gehört für Debby Schöpe schon fast ihr ganzen Leben dazu. „Ich mache bereits seit meinem sechsten Lebensjahr Sport und habe jahrelang Cheerdance gemacht“, erzählt sie. Später kam das Krafttraining hinzu, seit April 2023 trainiert sie gezielt Kraftdreikampf. Dabei stehen Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben im Mittelpunkt. Besonders das Bankdrücken fasziniert sie. „Auf den ersten Blick sieht diese Übung relativ simpel aus. Tatsächlich erfordert sie aber unglaublich viel Technik, Präzision und Konzentration“, sagt Debby Schöpe.  

Mit Struktur durch OP-Alltag und Trainingsplan

Fünfmal pro Woche trainiert Debby Schöpe, darunter vier Einheiten Bankdrücken. Hinzu kommen Kniebeugen, Kreuzheben sowie ergänzende Übungen für Kraft, Stabilität und Technik. „Ohne Struktur geht es nicht. Training, Regeneration, Ernährung und Schichtdienst unter einen Hut zu bringen, funktioniert nur mit guter Planung“, erklärt Debby. Auch an Arbeitstagen steht sie früh auf. „Wenn ich Zwischendienst habe, stelle ich mir den Wecker und bin schon um 7 Uhr vor der Arbeit im Fitnessstudio.“

Konzentration im OP und beim Wettkampf

Auch im Beruf profitiert Debby Schöpe von dem, was sie im Leistungssport gelernt hat. Seit Juli 2025 arbeitet sie im OP-Bereich des Johanniter Krankenhauses Oberhausen. Zuvor war sie sieben Jahre lang auf einer Station tätig. Zusätzlich hat sie die Weiterbildung zur Praxisanleitung absolviert. „Ich mag an meiner Arbeit, dass man im OP als Team sehr eng zusammenarbeitet und jeder Handgriff sitzen muss“, sagt sie. Zwischen Krankenhausalltag und Wettkampf sieht sie viele Parallelen. „Sowohl im OP als auch im Leistungssport sind Organisation und Kommunikation entscheidend. Man muss zuverlässig sein, Verantwortung übernehmen und auch in stressigen Situationen Ruhe bewahren“, betont Debby Schöpe. Der Sport habe sie gelehrt, unter Druck konzentriert zu bleiben. Das helfe ihr auch im OP, wo Aufmerksamkeit oft über viele Stunden besonders wichtig sei. Auch ihre Kolleginnen und Kollegen interessieren sich für ihren sportlichen Weg. Vor Wettkämpfen werde sie häufig gefragt, wie das Training läuft oder wie sie sich gerade vorbereitet. „Ich bekomme viel Unterstützung und freue mich immer, wenn sich jemand für meinen Sport interessiert“, erzählt die 29-jährige.

Dass Kraftsport lange als Männerdomäne galt, kennt Debby Schöpe aus eigener Erfahrung. Inzwischen habe sich aber viel verändert. Immer mehr Frauen entdecken den Sport für sich. Frauen, die noch zögern, möchte sie Mut machen: „Nicht zu viel darüber nachdenken und einfach anfangen. Mit jeder Wiederholung kommt mehr Gefühl für die Bewegung, man gewinnt Sicherheit und entwickelt Selbstvertrauen. Jeder hat einmal angefangen.“

Beruflich möchte sich Debby Schöpe im OP-Bereich weiterentwickeln und fachlich dazulernen. Sportlich will sie gesund und verletzungsfrei bleiben, ihre Leistungen steigern und Deutschland auch künftig bei internationalen Meisterschaften vertreten. „Natürlich wäre es auch ein großer Traum, noch viele weitere Titel und Rekorde zu sammeln“, sagt sie.

Foto (li.): Debby Schöpe auf der Wettkampfbühne: Die OP-Pflegerin aus dem Johanniter Krankenhaus Oberhausen feierte im Sommer 2026 nationale und internationale Erfolge im Kraftdreikampf. (Quelle: Whit3 Media)

Foto (re.): Foto 02:  Debby Schöpe bei einem Wettkampf im Jahr 2025: Die OP-Pflegerin aus dem Johanniter Krankenhaus Oberhausen ist seit 2023 im Kraftdreikampf aktiv und sehr erfolgreich. (Quelle: Whit3 Media)

Journalistenkontakt:

Astrid Menz
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