Mehr Farbe und ein Schmunzeln im Klinikalltag

Kunstprojekt im Evangelischen Klinikum Niederrhein

Pressemitteilung: „Wirbelsturm in der Fontanelle“, „Knistern im Sinusknoten“ oder „Lärm im Gedärm“: Was wie ungewöhnliche Buchtitel klingt, ist am Standort Duisburg-Nord des Verbunds Evangelisches Klinikum Niederrhein Teil einer besonderen Wandgestaltung. Im Flur des Wartebereichs zum Herzkatheterlabor ist ein neuer Blickfang entstanden. Eine großflächige Wandmalerei verwandelt den Bereich in eine ruhige und freundliche Umgebung. Gestaltet wurde sie von zwei Mitarbeiterinnen des Klinikverbunds.

Hinter dem Projekt stehen Kirsten Dreyer aus der Anästhesiepflege und Elke Rahn aus der OP-Pflege, die beide hauptsächlich am Verbundstandort Evangelisches Krankenhaus Dinslaken tätig sind. Die Idee entstand eher zufällig: „Beim Vorbeigehen kam mir der Gedanke, dass sich dieser Bereich gut für eine Gestaltung eignet“, erinnert sich Kirsten Dreyer. Rund zwei Wochen arbeiteten die beiden Mitarbeiterinnen anschließend an der Umsetzung der Wandgestaltung.

Heute prägen überdimensionale Bücher das Bild des Flurs. Sie tragen fantasievolle, medizinisch angelehnte Titel und laden zum Schmunzeln ein. Auch Bereiche, die im Klinikalltag oft im Hintergrund stehen, finden ihren Platz, beispielsweise mit Titeln wie „Chroniken der Unentbehrlichen“ oder „Mit Herz und starken Nerven“. Viele der Ideen stammen aus den medizinischen und pflegerischen Teams. Über einen Aushang wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu eingeladen, Vorschläge einzubringen. „Es sollte bewusst originell und auch ein bisschen humorvoll sein. Der Klinikalltag ist schließlich oft ernst genug“, sagt Elke Rahn. So entstand ein gemeinsames Projekt, das sich an Mitarbeitende ebenso wie an Patientinnen, Patienten und Angehörige richtet.

Neben dem kreativen Ansatz spielte auch die Atmosphäre eine wichtige Rolle: Die Gestaltung soll bewusst einen ruhigen Ort schaffen, an dem man kurz innehält, während man durch die Klinik geht oder auf eine Untersuchung wartet. Auch Patientinnen und Patienten, die im Bett den Flur entlang transportiert werden, haben so etwas zu entdecken.

Die beiden Künstlerinnen bringen unterschiedliche Erfahrungen mit: Kirsten Dreyer ist seit rund 20 Jahren künstlerisch aktiv, während Elke Rahn ihre Kenntnisse unter anderem durch ein Studium der Malerei und Grafik vertieft hat. Eine besondere Herausforderung bestand darin, beide Stile zu einem stimmigen Gesamtbild zu verbinden.

Ein weiteres Detail ist bereits geplant: Für Kinder soll die Gestaltung um ein kleines Suchspiel ergänzt werden. In angrenzenden Wandbereichen entstehen dafür stilisierte Häuser mit beleuchteten Fenstern und kleinen Katzensilhouetten, die gezählt werden können. Wer alle findet, darf sich über eine kleine Belohnung freuen.

Im Verbund Evangelisches Klinikum Niederrhein wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere Projekte umgesetzt, die gezielt zur Gestaltung von Klinikräumen beitragen. So haben unter anderem Studierende der Hochschule der bildenden Künste Essen sowie die Duisburger Künstlerin Stefanie Wenders („Die Dotty“) Wände im Kinderherzzentrum künstlerisch gestaltet. Solche Projekte zeigen, wie kreative Ideen den Klinikalltag bereichern können.

Bild links: Kirsten Dreyer (Anästhesiepflege) und der medizinische Geschäftsführer Dr. Andreas Sander bei der Gestaltung der Wandmalerei im Wartebereich des Herzkatheterlabors.

Bild rechts: Kirsten Dreyer (links) und Elke Rahn (auf der Leiter) bei der Gestaltung der Wandmalerei. Daneben verfolgen Dr. Andreas Sander (med. Geschäftsführer), Franz Hafner (kaufm. Geschäftsführer) und Heike Lütfring (Pflegedirektorin) den Fortschritt des kreativen Projekts.

Journalistenkontakt:
Astrid Menz
Marketing und Unternehmenskommunikation
Evangelisches Klinikum Niederrhein gGmbH
Fahrner Str. 133
47169 Duisburg
Tel.: 0203  508-56574
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