Kein Geld. Keine Versorgung. Türen zu.

Was auf diesem Bild symbolisch wirkt, ist für viele Krankenhäuser eine reale Gefahr. Steigende Kosten, anhaltender wirtschaftlicher Druck und zusätzliche Belastungen durch das geplante GKV-Spargesetz gefährden die medizinische und pflegerische Versorgung vor Ort. „Aus medizinischer Sicht ist klar: Gute Versorgung in Duisburg und Umgebung braucht verlässliche Strukturen, qualifiziertes Personal und ausreichend Zeit für Patientinnen und Patienten. Wenn Krankenhäuser weiter wirtschaftlich geschwächt werden, gefährdet das unmittelbar die Versorgung“, sagt Prof. Dr. Daniel Vallböhmer, Ärztlicher Direktor.

Krankenhäuser stehen für Versorgung, Sicherheit und Verantwortung. Doch wenn notwendige Finanzierung fehlt, geraten genau diese Strukturen ins Wanken, mit Folgen für Patientinnen und Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ganze Regionen. „Pflege funktioniert nicht auf Reserve. Unsere Teams leisten jeden Tag Enormes. Wer Krankenhäuser finanziell weiter belastet, erhöht den Druck auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gefährdet die Versorgung der Menschen“, betont Pflegedirektorin Heike Lütfring.

Auch wirtschaftlich ist die Lage hochproblematisch. Krankenhäuser können steigende Kosten nicht einfach weitergeben. Gleichzeitig werden Liquidität, Investitionen und Zukunftsplanungen immer stärker belastet. „Wenn notwendige Mittel fehlen, geraten nicht nur einzelne Häuser unter Druck, sondern ganze Versorgungsstrukturen. Wer Versorgung sichern will, muss Krankenhäuser auch handlungsfähig halten. Wir benötigen keine weitere Schwächung der Kliniken, sondern verlässliche Rahmenbedingungen für eine sichere Zukunft der Krankenhausversorgung. Ein möglicher sofort realisierbarer Einsparungseffekt, der die Qualität der Patientenversorgung nicht negativ beeinflussen würde, wäre der Abbau von Bürokratie und Überregulierung, ein Thema, das in den Gesetzesentwürfen leider überhaupt nicht angegangen wird. Es besteht ein stetig steigender Aufwand für alle Beschäftigten im Krankenhaus für die ständig neu hinzukommenden bürokratischen Aufgaben, die sich der Gesetzgeber ausdenkt“, unterstreicht Dipl. Kfm. Franz Hafner, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Gemeinsam machen wir deutlich:

Wer Versorgung will, muss Krankenhäuser auch handlungsfähig halten!

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Mit einer symbolischen Protestaktion beteiligt sich das EVKLN am Freitag, 12. Juni 2026, am bundesweiten Aktionstag der Krankenhäuser unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“ Die Aktion findet zeitgleich in zahlreichen Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen sowie weiteren Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland statt. Organisiert wird der Protest durch die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW). Anlass ist die erstmalige Beratung des Entwurfes zum GKV-Spargesetz im Bundesrat am 12. Juni 2026.

Weiterführende Hintergrundinformationen zu der Protestaktion gibt es auf der KGNW-Internetseite “Rette Dein Krankenhaus” (Link externe Seite).

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