Pressemitteilung: Wenn medizinische Erfahrung, moderne Technik und verschiedene Fachrichtungen zusammenkommen, kann das für Patientinnen und Patienten einen entscheidenden Unterschied machen. So war es auch bei Thorsten Rösner. Am Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord wurde sein Hirnaneurysma erfolgreich im Hybrid-Operationssaal behandelt. Auf das Aneurysma aufmerksam geworden war Thorsten Rösner ursprünglich aus einem ganz anderen Grund. Wegen zunehmender Hörschwierigkeiten suchte er zunächst einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt auf. Um auszuschließen, dass die Beschwerden eine Ursache im Gehirn haben könnten, wurde er zur weiterführenden Diagnostik an das Evangelische Krankenhaus Duisburg-Nord überwiesen. Bei den anschließenden Untersuchungen zeigte sich schließlich das bislang unentdeckte Hirnaneurysma. Für Thorsten Rösner war die Diagnose eine große Belastung. Der Gedanke, dass das Aneurysma jederzeit reißen könnte, begleitete ihn im Alltag. Umso erleichterter ist er heute, dass der Eingriff gut verlaufen ist und er wieder zuversichtlich nach vorne schauen kann. Bei einem Hirnaneurysma handelt es sich um eine krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes im Gehirn. Je nach Größe, Form und Lage besteht die Gefahr, dass es reißt und eine schwere Hirnblutung verursacht. Im Fall von Thorsten Rösner entschieden sich die behandelnden Ärzte für eine mikrochirurgische Operation. Dabei wurde das Aneurysma mit einem kleinen Clip verschlossen und dauerhaft vom Blutstrom getrennt. Den Eingriff führte Dr. med. Rashad El Habony, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie und Leiter der Sektion Vaskuläre Neurochirurgie, durch. Unterstützt wurde er von Dr. med. Markus R. Heddier, Chefarzt der Zentralen Abteilung für Radiologie und Neuroradiologie.
Kontrolle noch während der Operation
Das Besondere an dem Eingriff war die Behandlung im Hybrid-OP. Dort stehen den Ärzten sowohl die Möglichkeiten eines modernen Operationssaals als auch eine leistungsfähige Bildgebung zur Verfügung. Nachdem der Clip gesetzt worden war, konnten die Ärzte direkt im Operationssaal überprüfen, ob das Aneurysma vollständig vom Blutkreislauf getrennt war. Gleichzeitig konnten sie sehen, ob die umliegenden Blutgefäße weiterhin gut durchblutet wurden. „Der große Vorteil ist, dass wir das Ergebnis sofort kontrollieren können“, erklärt Dr. Heddier. „Wir sehen noch während der Operation, ob der Clip richtig sitzt und alle wichtigen Gefäße offen sind. Sollte eine Korrektur notwendig sein, können wir unmittelbar reagieren.“ Für den Patienten bedeutet das: Er muss für die Kontrollaufnahme nicht in einen anderen Raum gebracht oder erneut umgelagert werden. Die Untersuchung findet direkt am Operationstisch statt. Das spart Zeit, vermeidet zusätzliche Belastungen und gibt dem Behandlungsteam bereits während des Eingriffs Sicherheit. „Bei einer solchen Operation kommt es auf höchste Präzision an“, sagt Dr. El Habony. „Im Hybrid-OP können wir unser chirurgisches Ergebnis direkt überprüfen. Das hilft uns, den Eingriff so sicher und genau wie möglich durchzuführen.“
Zwei Fachrichtungen, ein gemeinsames Ziel
Bei Erkrankungen der Hirngefäße ist die enge Zusammenarbeit zwischen Neurochirurgie und Neuroradiologie besonders wichtig. Gemeinsam beurteilen die Fachleute, welches Behandlungsverfahren für den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist. Je nach Befund kann ein Aneurysma entweder offen operiert oder über einen Katheter innerhalb der Blutgefäße behandelt werden. Der Hybrid-OP verbindet beide medizinischen Welten an einem Ort. Bildgebung, Operation und fachübergreifende Zusammenarbeit greifen unmittelbar ineinander. Gerade bei komplizierten Eingriffen ist das ein großer Vorteil. Die Ärzte können Entscheidungen gemeinsam und ohne Zeitverlust treffen. Gleichzeitig lässt sich das Ergebnis kontrollieren, bevor die Operation abgeschlossen wird. Für Thorsten Rösner ist nach dem Eingriff vor allem eines geblieben: große Erleichterung. „Für mich war das Aneurysma wie eine Bombe im Kopf“, erzählt er. „Ich hätte es psychisch kaum ausgehalten, ständig mit dem Gedanken zu leben, dass es platzen könnte. Jetzt ist diese Angst weg. Ich bin sehr froh, dass die beiden Ärzte den Eingriff gemeinsam im Hybrid-OP durchgeführt haben. Ich kann endlich wieder unbeschwert nach vorne schauen.“
Dass er dem Eingriff dennoch ohne große Angst entgegensehen konnte, führt Thorsten Rösner auch auf die persönliche Begleitung durch das Behandlungsteam zurück. „Ich habe mich im Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord jederzeit gut aufgehoben gefühlt. Alle waren sehr fürsorglich, und auch auf der Station war die Betreuung großartig. Ich hatte immer das Gefühl, als Mensch gesehen zu werden und nicht nur als Patient.“
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