Klinik für Gefäßchirurgie Duisburg

Kompressionssysndrome

ZUM BEITRAG ÜBER DAS WILKIE SYNDROM IM ZDF BEI „VOLLE KANNE“

Ansprechpartner:
Oberarzt Hr. J. Al Maqablah
Leitung Sektion Kompressionssysndrome
Kontakt über das Sekretariat der Klinik für Gefäßchirurgie
Tel.: +49 (0)203 508-5331

Wilkie- / Arteria-mesenterica-superior-Syndrom, englisch: superior mesenteric artery syndrome (SMA-syndrome)

Das Wilkie-Syndrom oder Arteria-mesenterica-superior-Syndrom ist eine sehr seltene Kompressionserkrankung. Das Syndrom wird durch die Kompression des 3. Abschnittes des Duodenums durch den Abgangswinkel der Arteria mesenterica superior verursacht.

Die Patienten klagen etwa 20 Minuten nach dem Beginn der Nahrungsaufnahme über starke Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl und Gewichtsabnahme bis hin zur Kachexie.

Die typische chirurgische Operation ist eine Gastro-/Duodenojejunostomie oder eine Y-Roux-Rekonstruktion. In unserer Abteilung führen wir als Therapieform des Wilkie-Syndroms die infrarenale Arteria-mesenterica-superior-Transposition durch. Dadurch wird die Kompression und der Kontakt zum Zwölffingerdarm durch die Arteria mesenterica superior aufgehoben und eine normale Magen-Darm-Passage gewährleistet.

Dunbar- / Truncus –coeliacus-Kompressionssyndrom oder Ligamentum-arcuatum-Syndrom, englisch: median arcuate ligament syndrome (MALS)

Dieses Syndrom entsteht durch eine Einklemmung der oberen Darmarterie (Truncus coeliacus) und des auf ihm liegenden Ganglion coeliacum (Plexus solaris) durch Zwerchfell-Schenkel (Ligamentum arcuatum).

Die Beschwerden sind Oberbauchschmerzen, Brustschmerzen sowie vegetative Symptome z. B. Schwindel, Kollapsneigung, Übelkeit, Herzrasen.

Die Therapie des Dunbar-Syndroms erfolgt durch die Dekompression des Truncus coeliacus. Diese führen wir mittels einer Laparotomie (Bauchschnitt) durch, mit dem Ziel, das Ligamentum arcuatum zu resezieren, um Platz für den Truncus coeliacus zu schaffen.