Bronchial- und Lungenheilkunde am Johanniter Krankenhaus Oberhausen: Fanar Othman ist einer der jüngsten Chefärzte Deutschlands

Für Fanar Othman war es sicher ein alles andere als gewöhnlicher Tag: Genau an seinem 36. Geburtstag hat der Aufsichtsrat des Evangelischen Klinikum Niederrhein Ende vergangener Woche Othmans Berufung zum Chefarzt der Klinik für Bronchial- und Lungenheilkunde am Johanniter Krankenhaus Oberhausen bestätigt – und den Pneumologen damit zu einem der jüngsten Chefärzte Deutschlands gemacht.

Drei Jahre lang hat Fanar Othman zuvor als Oberarzt in der Abteilung gearbeitet und die Klinik zuletzt auch kommissarisch geleitet. Der 36-jährige mit den Schwerpunkten Innere Medizin, Pneumologie, Palliativmedizin und medikamentöse Tumortherapie gilt als ausgewiesener Experte für ABS (Antibiotic Stewardship), also den verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika zur Vermeidung von Nebenwirkungen und Resistenzen bei maximalem Therapieerfolg.

Franz Hafner, Vorsitzender der Geschäftsführung des Evangelischen Klinikum Niederrhein, wünscht Fanar Othman in seiner neuen Position einen guten Start: „Herr Othman verfügt über ausgezeichnete Qualifikationen und hat in der Vergangenheit sein außergewöhnliches Engagement für seine Patienten und für unser Haus immer wieder unter Beweis gestellt. Wir sind sicher, mit ihm genau die richtige Entscheidung für die Zukunft der Klinik für Bronchial- und Lungenheilkunde getroffen zu haben.“

Mit dem neuen Chefarzt halten in der renommierten Klinik für Bronchial- und Lungenheilkunde am Johanniter Krankenhaus Oberhausen, die 1979 gegründet wurde, auch einige Verbesserungen des diagnostischen und therapeutischen Angebots Einzug:
– Neue Endoskopiegeräte ermöglichen die Diagnostik selbst kleinster Verschattungen der Lunge auf dem modernsten Stand der Technik.
– Die Pneumologie setzt sich als eines von 22 Zentren deutschlandweit im von der Charité Berlin gegründeten Lungenemphysemregister e.V. für die Optimierung der Lebenssituation von COPD-Patienten ein. Dazu bietet die Klinik u.a. die endoskopische Implantation von Ventilen zur Verkleinerung überblähter Lungenareale an, was oft zu einer deutlichen Verbesserung der Atmung und der Lungenfunktion führt.
– Das wegen der Covid-Pandemie zuletzt geschlossene Schlaflabor soll, wenn die Pandemie-Situation es zulässt, wieder eröffnet werden.
– Die Rolle der Klinik als Weaning-Zentrum, also für die Entwöhnung von Patienten von der künstlichen Beatmung, soll gestärkt und ausgebaut werden.

„Mich hat es gereizt, als Chefarzt Verantwortung zu tragen, neue Strukturen aufzubauen und so unseren Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten.“, sagt Fanar Othman zu seinem neuen Aufgabenbereich. „Neben der Beatmung ist die Diagnostik und Therapie von Lungenkrebs-Patienten ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik. Ich freue mich darauf, eng mit meinen Kollegen und Kooperationspartnern aus der Thoraxchirurgie, der Onkologie, der Radiologie, der Strahlentherapie und anderen Fachdisziplinen zusammenzuarbeiten und so die optimale Betreuung für unsere Patienten in der Region zu gewährleisten.“