
Osteopenie = Minderung der Knochendichte
Vorstufe zur Osteoporose. Allerdings geht nicht jede Osteopenie in eine Osteoporose über.
Definition nach WHO: Die Messwerte der Knochendichte liegen bei der Osteopenie zwischen 1,0 und 2,5 Standardabweichungen niedriger im Vergleich zu einer alters- und geschlechtsspezifischen Norm (= T-Score). Auch wenn es sich erst ab einem Messwert von 2,5 Standardabweichungen um eine Osteoporose handelt, bedingt die Osteopenie ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche.
Die Osteopenie kann ein Zeichen für ganz normales Älterwerden sein und hat im Gegensatz zur Osteoporose (noch) keinen Krankheitswert.
Osteoporose = Auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit. Gekennzeichnet durch eine geringe Knochenmasse und den übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und -struktur. Die erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen.
Primäre Osteoporose (95%):
· idiopathische Osteoporose junger Menschen
· Postmenopausale Osteoporose (Typ I-Osteoporose)
· Senile Osteoporose (Typ II-Osteoporose)
Sekundäre Osteoporose (5%):
· Endokrin
· Medikamentös
· Mangelzustände
· Renal
· Neoplastisch
· Infektiös
· Immobilisation
0 Osteopenie Knochenmineralgehalt vermindert (T-Score: -1 bis -2,5)
Keine Frakturen
1 Osteoporose Knochenmineralgehalt vermindert (T-Score: < -2,5)
Keine Frakturen
2 Manifeste Knochenmineralgehalt vermindert (T-Score: < -2,5)
Osteoporose 1 bis 3 Wirbelkörperfrakturen
3 Fortgeschrittene Knochenmineralgehalt vermindert (T-Score: < -2,5)
Osteoporose multiple Wirbelkörperfrakturen, oft auch extraspinale
Frakturen