Seldinger Technik

Das Problem, einen Katheter oder sonstiges Instrumentarium ohne operative Freilegung in ein Gefäß einzuführen, löste 1953 der schwedische Radiologe Sven-Ivar Seldinger. Bei der nach ihm benannten und immer noch angewandten Technik wird unter dem tastenden Finger das pulsierende Gefäß, meist in der Leiste oder in der Ellenbeuge, mit einer Hohlnadel durch die Haut hindurch (=perkutan) punktiert (Abb. 1). Durch die Hohlnadel wird dann ein Führungsdraht vorgeschoben und über diesen die Hohlnadel gegen einen Katheter, eine Schleuse etc. ausgewechselt.

Abb. 1: Kathetereinführung in Seldinger-Technik