
Charles T. Dotter und Melvin P. Judkins gelang es 1964 erstmals durch Übereinanderschieben unterschiedlich dicker Teflonkatheter periphere Gefäßverengungen aufzudehnen. Nachteil dieser Methode (Dotter-Technik) war, daß die Eintrittsstelle des Katheters in den Körper den gleichen Durchmesser hatte, wie der gewünschte Durchmesser der zu erweiternden Gefäßenge.
Mit dem von Andreas Grüntzig 1974 entwickelten Ballonkatheter fand eine modifizierte Dotter-Technik raschen Einzug in die Therapie der Durchblutungsstörungen und stellt auch heute noch eine Standardbehandlung der arteriellen Verschlußkrankheit dar (Abb. 1).




Mit dem Ballonkatheter werden die Wandauflagerungen zusammengepreßt und die Gefäßwand örtlich überdehnt (= Ballonerweiterung, = perkutane transluminale Angioplastie). Da Gefäße innen keine Schmerzrezeptoren haben, sind derartige Eingriffe nahezu schmerzlos.
Dieses Verfahren führt aber nicht immer zu einer zufriedenstellenden Verbesserung des Blutflusses: Zum einen gibt es Wandauflagerungen, die so hart sind, daß sie nicht wegdrückbar sind oder aber so elastisch verformbar sind, daß sie nach Entfernung des Ballons wieder die ursprüngliche Form einnehmen. Für diese Fälle wurden spezielle Systeme entwickelt, mit denen das Verschlußmaterial weggesaugt (Aspiration), aufgelöst (Lyse), weggeschnitten (Atherektomie), thermisch, akustisch-mechanisch oder photoablativ zerstört (Laser) oder dauerhaft mit einer Gefäßstütze in die Wand gepreßt wird (Gefäßendoprothese).