
Die Magnetresonanztomographie (MRT, NMR), auch Kernspintomographie (KST) genannt, ist ein modernes Schnittbildverfahren, das seit etwa 20 Jahren in der bildgebenden Diagnostik angewandt wird. Ähnlich wie in der Computertomographie (CT) werden durch die Kernspintomographie Schnittbilder erzeugt.
Im Gegensatz zu klassischen radiologischen Röntgenuntersuchungen und zu der Computertomographie wird zur Bilderzeugung jedoch keine ionisierende Strahlung eingesetzt. Das Grundprinzip der Kernspintomographie beruht auf der Anwendung eines starken äußeren Magnetfeldes, sowie dem wiederholten Einsatz von Radiowellen (Hochfrequenzpulse).
In der Regel beruht die Bildgebung auf der Anregung von Wasserstoffprotonen. Wasserstoffprotonen eignen sich deshalb zur Bildgebung, da der Körper zum überwiegenden Anteil aus Wasser besteht. Vereinfacht dargestellt richten sich die Wasserstoffprotonen in dem äußeren Magnetfeld, ähnlich wie Kompassnadeln in dem Magnetfeld aus. Wird zusätzlich zu dem äußeren Magnetfeld kurzzeitig ein schwächeres Magnetfeld (sogenannte Gradienten) überlagert, so lassen sich die Wasserstoffprotonen kurzzeitig aus ihrer Ausrichtung ablenken. Wird der Gradient wieder ausgeschaltet, so streben die Wasserstoffprotonen ihre Ausgangslage wieder an. Aus der freiwerdenden Energie läßt sich über Umrechnungsvorgänge aus der Vielzahl unterschiedlicher Signale Schnittbilder in beliebigen Raumebenen erstellen.